Internationale Konferenz "Demokratie und Globale Sicherheit" in Istanbul
Sifu Salih Avci war Mitglied der deutschen Delegation
Nicht nur das Datum - vom 9. - 11. Juni 2005 fand die von der türkischen Polizei organisierte Internationale Konferenz "Demokratie und Globale Sicherheit" statt - sollte den historischen Bezug sowie die internationale Bedeutung der Sicherheitskonferenz unterstreichen. Über 500 Teilnehmer aus 65 Ländern, Experten aus Forschungszentren, Universitäten und hohe Beamte aus politischen Institutionen berieten über die globale Sicherheitslage sowie die spezifische Situation der Türkei. Schirmherr der Konferenz war der Türkische Ministerpräsident Erdogan, der deutlich machte, dass die Demokratie sich gegen jegliche terroristische Aktivität schützen müsse. Der Terrorismus richte sich gegen das fundamentalste Menschenrecht, das Recht auf Leben und deshalb müsse er mit allen Mitteln bekämpft werden.
Die deutsche Delegation, zu der auch der Leiter der IAF (Fortbildungsstelle für SEK in Nordrhein-Westfalen) sowie Sifu Salih Avci gehörten, nahm an verschiedenen Paneldiskussionen teil und präsentierte den Konferenzteilnehmern die deutschen Erfahrungen im Umgang mit den Bedrohungen des internationalen Terrorismus. In vier Themenbereichen diskutierten Experten aus den verschiedensten Institutionen: 1. Internationale und Transnationale Dimensionen der Sicherheit 2. Nationale und lokale Dimensionen der Sicherheit 3. Demokratie, Justiz und Sicherheit 4. Türkei: Geschichte, Geographische Lage und Sicherheit. In den verschiedenen Arbeitsgruppen, die diesen Themenbereichen zugeordnet waren, diskutierten Experten über nahezu alle Aspekte nationaler bzw. Internationaler Sicherheit und erörterten Möglichkeiten zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der internationalen Kriminalität. Im ersten Themenbereich wurde der Internationale Terrorismus als Phänomen einer globalisierten Gesellschaft intensiv analysiert sowie Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit gegen den Terrorismus erörtert. Im dritten Themenbereich wurde eine Verbesserung der Effektivität der Institutionen diskutiert, die für die Durchsetzung und Einhaltung der Gesetze in den demokratischen Ländern national und international zuständig sind. Schwerpunkt war hier, neue Methoden und Möglichkeiten zu diskutieren, die die in den Demokratien garantierten Grundrechte berücksichtigen. Die deutsche Delegation präsentierte hierbei einem internationalen Expertenkreis die deutschen Erfahrungen angesichts terroristischer Bedrohungslagen. Hierbei wurden auch die von Sifu Salih Avci in Zusammenarbeit mit den SEK Nordrhein-Westfalen (NRW) erarbeiteten Sicherungs- und Eingriffstechniken vorgestellt, die mit großem Interesse aufgenommen wurden. Sifu Salih Avci hatte ausserdem die Möglichkeit, sich mit internationalen Experten der Terrorbekämpfung wie beispielsweise auch dem Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten, der selbst über 25 Jahre bei den Navy Seals war, auszutauschen.
Das Ziel der Konferenz war, Experten und Entscheidungsträger aus den verschiedensten Bereichen - Wissenschaft, Justizvollzug, politischen Institutionen, Medien - zusammenzubringen und angesichts der neuen Herausforderungen alternative Strategien zu erarbeiten und umzusetzen in eine globale Sicherheitsstrategie, die von vielen demokratischen Ländern getragen wird und effektiv ist gegen international operierende Terroristen und Kriminelle. In diesem Kontext sind die Eingriffs- und Sicherungstechniken, die bei den SEK NRW seit über zehn Jahren und mittlerweile auch bei der Polizei angewendet werden zwar nur ein kleiner, dennoch aber auch ein sehr wichtiger Bestandteil, da sie gewissermassen am Ende jeder strategischen Maßnahme stehen - der Festnahme und Sicherung von Terroristen oder auch Kriminellen. Die von Sifu Salih Avci entwickelten Techniken gewährleisten eine hohe Eigensicherung der handelnden Beamten wie auch einen verhältnismässigen Umgang mit den Tätern und sind somit das optimale Mittel für die Einsatzkräfte demokratischer Länder, um Täter festzunehmen und zu sichern. Die positiven Erfahrungen, die die deutschen SEK bzw. Polizei mit diesen Techniken gemacht haben, haben sich mittlerweile auch international verbreitet und die WTEO wird immer häufiger von ausländischen Spezialeinheiten oder verantwortlichen Polizeibeamten kontaktiert, die sich über diese Einsatzmethoden informieren möchten. Auf der Konferenz wurde deutlich, dass sich viele andere Länder an den deutschen Standards bei den Sicherungs- und Eingriffstechniken orientieren. Die WTEO ist es somit, die den Trend bei den polizeispezifischen Einsatztechniken bereits jetzt setzt. Bereits vor der Konferenz hatte Sifu Salih Avci Kontakte mit der türkischen Polizei (hierüber wurde in der KI bereits berichtet) und in den nächsten Monaten werden türkische Polizeibeamte erste Trainingskurse mit den neuen Sicherungs- und Eingriffstechniken absolvieren. Die Bekanntheit von Sifu Salih Avci dürfte durch seine Teilnahme an dieser Konferenz international zugenommen haben und wahrscheinlich werden sich hieraus viele neue Kooperationen im internationalen Maßstab ergeben.
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16.07.2005 | wteo | |
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